Presse - Artikel

 30.03.2001

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Die Sparkassenzeitung Nr. 13/01 Beilage 3, März 2001

 
     

Baufinanzierungssoftware
Rasche Bearbeitung via Internet

Immer mehr gewinnt das Internet als Vertriebskanal für Finanzdienstleistungen an Bedeutung. Wurden im Jahr 2000 circa 500 Millionen Mark Baufinanzierungen über dieses Medium akquiriert, so prognostiziert eine Studie der Marktforscher von Forrester Research Deutschland für 2004 ein Umsatzvolumen von 35 Milliarden Mark - eine Steigerung des Anteils an der gesamten Baudarlehenssumme von circa 0,2 Prozent auf circa 15 Prozent.


Den Markt teilen sich zur Zeit Vermittler und Direktbanken. Hierbei werden unterschiedliche Angebots- und Servicetiefen erreicht. Das Problem sämtlicher Anbieter von Baudarlehen ist jedoch die Prüfung der eingereichten Unterlagen, die aufgrund der Komplexität auf dem klassischen Weg viel Zeit erfordert. In der Konsequenz muss ein abschlusswilliger Kunde unter Umständen Wochen auf seine Kreditentscheidung warten. Neue Programmlösungen für Finanzdienstleister sollten deshalb neben der Internetfähigkeit vor allem die Verkürzung von Entscheidungsprozessen in den Vordergrund stellen. Gemeinsam mit dem Bochumer Software-Entwickler Immo-Data hat die Westdeutsche ImmobilienBank unter dem Namen "ImmoBank direkt" ihr Baufinanzierungsangebot internetfähig gemacht. "Wir bieten dem Interessenten damit die Möglichkeit," erläutert Andreas Brinkmann, Geschäftsbereichsleiter Wohnungsbaufinanzierung bei dem Münsteraner Kreditinstitut, "Produktinformationen abzurufen, die aktuellen Konditionen einzusehen, sich online beraten zu lassen und online einen Finanzierungsantrag zu stellen." Ein Schwerpunkt dieser Entwicklung sind die Beratungstools, die dem Interessierten verschiedene Möglichkeiten bieten, seine Vorstellungen unter Berücksichtigung steuerlicher Auswirkungen und auch der Eigenheimzulage auf Machbarkeit und Belastung zu prüfen. Daneben kann das Angebot der "ImmoBank direkt" mit einem anderen Finanzierungsangebot verglichen werden. Ein Tilgungsplanrechner rundet das Angebot ab. Um die mehrfache Dateneingabe zu vermeiden, hat der User die Möglichkeit, seine Finanzierungsdaten aus der Beratung in den Online-Finanzierungsantrag zu übertragen. Der Finanzierungsantrag ist der Kern des Internetauftrittes. Das bisher genutzte Formular soll künftig durch einen voll dynamischen, modularen Antrag ersetzt werden, der intelligent die Dateneingaben des Antragstellers nutzt, um Felder und Masken ein- und auszusteuern. Der Finanzierungssuchende benötigt daher nur wenige Masken, um die für sein Finanzierungsvorhaben notwendigen Daten einzugeben; zusätzlich wird er auf jeder Seite durch Plausibilitätschecks und Hilfemasken unterstützt. Eine Verknüpfung zur Konditionsdatenbank sowie die direkte Generierung eines Tilgungsplans sind bereits heute implementiert. Da der Kunde gegebenenfalls beim Ausfüllen seines elektronischen Formulars Angaben benötigt, die ihm nicht unmittelbar am Bildschirm zur Verfügung stehen, kann er die Eingabe unterbrechen und später wieder fortsetzen. In diesem Fall bleiben die bereits erfassten Daten für eine fest vorgegebene Zeit gespeichert. Zur eindeutigen Zuordnung der Daten muss der User dann jedoch einen Benutzernamen und ein Kennwort angeben: Beide bilden den Schlüssel zum erneuten Zugang zum Datensatz. Bei Problemen kann der User über einen Call-me-back-button eine telefonische Verbindung zu dem fachkompetenten Beratungszentrum der Westdeutschen ImmobilienBank aufbauen. Der Finanzierungsberater im Beratungszentrum hat die gleiche Datensicht wie der User und kann nach Absprache mit ihm temporär die Dateneingabe für ihn übernehmen. Vollständige Datensätze werden automatisch an das Backoffice-System Immobüro der Firma Immo-Data weitergeleitet. Innerhalb dieses Systems werden alle für die Kreditentscheidung und den Vertragsabschluss notwendigen Informationen gebündelt und gewertet. Hierzu ist eine Schufa-Online-Verbindung sowie ein Scoring- und Ratingsystem implementiert. Derzeit wird über das Produkt Immocheck eine weitreichende Objektdatenbank angeschlossen, die neben Bodenrichtwerten, Wohnumfelddaten, Luftbildaufnahmen, Straßenkartenausschnitten auch eine komplette Beleihungswertdatenbank beinhaltet, die durch die beteiligten Banken und Versicherungen gefüllt wird. Bei Bedarf können dann auch Creditreform-Daten (Gewerbe) oder CEG-Daten (Privatpersonen) zur Verfügung gestellt werden. Nach der Kreditentscheidung lassen sich sämtliche Vertragsunterlagen einschließlich Sicherheitenverträge ausdrucken bzw. per Mail versenden. Ebenfalls werden via automatisierter Schnittstelle alle relevanten Daten in das juristische System übertragen. "Durch den konsequenten Einsatz aufeinander abgestimmter Software sowie die Programmierung der Anwendungen in einer Hand ist bei uns nun ein System im Einsatz, das einen unterbrechungsfreien Workflow von der Beratung des Interessenten über die Antragstellung und den Vertragsabschluss bis hin zur Datenübertragung zum juristischen System erlaubt", hebt Andreas Brinkmann hervor. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung, um die heutigen Anforderungen des Marktes an eine kostengünstige Finanzierung zu erfüllen.


+ Bildunterzeile:
Spezielle Software bietet dem Bauinteressenten verschiedene Möglichkeiten, schon im Internet seine Vorstellungen unter Berücksichtigung steuerlicher Auswirkungen und auch der Eigenheimzulage auf Machbarkeit und Belastung zu prüfen.


  
  
  
  
 

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